Es begann mit einer Machbarkeitsstudie zum Thema "EPS Fischbox Recycling" in 2001.

In 2002 beschlossen die CreaCycle GmbH und das Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Freising, ihre Kompetenzen in einer Kooperation mit dem Ziel "Kunststoff/Wertstoff Recycling mit einem Lösemittel-basiertem Verfahren zu vereinen.

Daraus resultierend hat die CreaCyle in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut IVV den CreaSolv® Prozess entwickelt, der auf einfachster Verfahrenstechnik (Patent des Fraunhofer Instituts) beruht.

Spezielle CreaSolv® Formulierungen mit möglichst geringem Risikopotenzial für den Anwender und die Umwelt (idealerweise nicht kennzeichnungspflichtig nach GHS-Kriterien) lösen dabei selektiv den Ziel-Kunststoff. Das reduziert nicht nur die Gefährdung, sondern auch die Anlagenkosten. Nach dem Reinigen der Lösung von Fremd- und Störstoffen erfolgt das Ausfällen des Ziel-Kunststoffes durch Zugabe spezieller CreaSolv® Fällungsmittel. Die Inhaltsstoffe unserer Formulierungen sind kommerziell verfügbar und es handelt sich nicht um Versuchsprodukte.2018.12.14 CreaSolv Prozess D

  1. Auflösung - Nach dem Sortieren nach Polymertyp wird der Kunststoffabfall zerkleinert und in einem Behälter mit einer spezifischen CreaSolv® Formulierung aufgelöst. Das Zielpolymer und einige Verunreigungen gehen in Lösung.
  2. Reinigung - Unlösliche Verunreinigungen werden abgetrennt und man erhält eine klare Lösung. Die Verunreinigungen werden entsorgt oder können recycelt werden, falls sie Wertstoffe enthalten.
  3. Ausfällung - Durch Änderung der Löseeigenschaften der Prozeßflüssigkeit fällt man den Kunststoff wieder aus und kann diesen wieder zurückgewinnen.
  4. Extrusion - Das getrocknete zurückgewonnene Polymer wird wieder zu neuem Kunststoffgranulat extrudiert - mit ähnlichen Eigenschaften wie Neuware, was einen Einsatz in der ursprünglichen Anwendung erlaubt.
  5. Destillation - Zum Recycling wird die CreaSolv® Formulierung gesammelt und destilliert.
    Die zurückbleibenden löslichen Verunreinigungen werden entsorgt oder können recycelt werden, falls sie Wertstoffe enthalten.
  6. Regenerierung - Die recycelte CreaSolv® Formulierung wird wieder zum Lösen von weiterem Kunststoffabfall verwendet.

Die eingesetzten Lösemittelmengen sind sehr gering im Verhältnis zum verarbeiteten Kunststoff (<1%), da die CreaSolv® Formulierung im Kreislauf gefahren und regelmäßig recycelt wird, wobei die relativ geringen Störstoffmengen abgetrennt und konzentriert werden. Mit seiner Energiebilanz schneidet das Verfahren in Umweltverträglichkeitsstudien sehr gut ab. Die kleinste Anlagengrösse liegt zwischen 2-4.000 Tonnen pro Jahr.

Expandierte Kunststoffe wie zum Beispiel Polystyrol (EPS) können in einer speziellen CreaSolv® Formulierung bereits gelöst gesammelt werden, wodurch man Transportkosteneinsparungen durch Volumenreduktion erreicht. Der gelöste Kunststoff kann sofort im CreaSolv® Prozess weiterverarbeitet und wiedergewonnen werden.

Im Laufe der Jahre wurde das CreaSolv® Verfahren für verschiedene Kunststoffe, Wertstoffe und Problemstellungen getestet und modifiziert.

 Download CreaSolv® Prozeß Infografik2018.11.05 CreaSolv Prozess DE kl

 

2017.06 Hess. Energiespar EPS Youtube 1Recycling von mit persistenten organischen Schadstoffen (HBCD) belasteten EPS-Dämmstoffabfällen.

Bitte auf das Bild klicken, um das Video zu betrachten.

Siehe auch PolyStyrene Loop Projekt (2016) - Link

 

2016 Forcycle Youtube 1Recycling von Metall-Kunststoffverbunden und Hybridwerkstoffen.

Bitte auf das Bild klicken, um das Video zu betrachten.

Siehe auch ForCycle Projekt (2014 - 2016) - Link

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