Der CreaSolv® Prozess

Es begann 2001 mit einer Machbarkeitsstudie zum Thema "EPS Fischbox Recycling".

Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse beschlossen die CreaCycle GmbH und das Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Freising in 2002, ihre Kompetenzen in einer Kooperation mit dem Ziel "Kunststoff/Wertstoff Recycling mit dem CreaSolv® Verfahren (selektive Extraktion) mittels CreaSolv® Formulierungen" zusammenzuführen.

Daraus resultierend hat die CreaCyle in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut IVV den CreaSolv® Prozess entwickelt. Das zugrundeliegende Prinzip ist eine  “Selektive Extraktion” und beruht auf einfachster Verfahrenstechnik (Patent des Fraunhofer Instituts).

Spezielle CreaSolv® Formulierungen mit möglichst geringem Risikopotenzial für den Anwender und die Umwelt (idealerweise nicht kennzeichnungspflichtig nach GHS-Kriterien) lösen dabei selektiv den Ziel-Kunststoff. Das reduziert nicht nur die Gefährdung sondern auch die Anlagenkosten. Nach dem Reinigen der Lösung von Fremd- und Störstoffen erfolgt das Ausfällen des Ziel-Kunststoffes durch Zugabe spezieller CreaSolv® Fällungsformulierungen. Die Inhaltsstoffe unserer Formulierungen sind kommerziell verfügbar und es handelt sich nicht um Versuchsprodukte.
Der CreaSolv Prozess der CreaCycle GmbH
Die eingesetzten Lösemittelmengen sind sehr gering im Verhältnis zum verarbeiteten Kunststoff (<1%), weil die CreaSolv® Formulierung im Kreislauf gefahren und regelmäßig recycelt wird, wobei die relativ geringen Störstoffmengen abgetrennt und konzentriert werden. Mit seiner Energiebilanz schneidet das Verfahren in Umweltverträglichkeitsstudien sehr gut ab. Die kleinste Anlagengrösse liegt zwischen 2-4.000 Tonnen pro Jahr.

Expandierte Kunststoffe wie zum Beispiel Polystyrol können in einer speziellen CreaSolv® Formulierung bereits gelöst gesammelt werden, wodurch man eine höhere Volumenreduzierung und Transportkosteneinsparung als bei den derzeitigen Systemen erreicht. Der gelöste Kunststoff kann sofort im CreaSolv® Prozess weiterverarbeitet und wiedergewonnen werden.

Im Laufe der Jahre wurde das CreaSolv® Verfahren für verschiedene Kunststoffe, Wertstoffe und Problemstellungen getestet und modifiziert.

 

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